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Aktiv werden!

Aktiv werden!

Wie sieht die Zeit als aktiver Corpsbursch aus?

Studenten, die dem Corps beitreten wollen, „aktiv werden“ wollen, absolvieren eine Probezeit von meist einem Semester. In dieser Probezeit als „Fuchs“ wird das neue Mitglied mit den Traditionen und Werten des Corps vertraut gemacht. Nach einer ersten Mensur und einer Fuchsenprüfung wird es Vollmitglied, „Corpsbursch“.

Ein aktives Mitglied ist bei Austria vier Semester aktiv, ficht vier Partien und übernimmt in der Gemeinschaft die unterschiedlichsten Aufgaben. Das sind die Rahmenbedingungen, alles andere liegt im Ermessen des einzelnen Corpsburschen. Er hat sozusagen das Recht und die „Pflicht“ seine eigene Zeit als Aktiver nach seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Die Alten Herren und Inaktiven werden sicher zu manchen Zeiten nicht mit Kritik sparen, aber sie werden ihm nie vorschreiben, wie er seine Aktivität zu gestalten hat.

Warum Aktiv sein?


Weil es Spaß macht! Weil es eine Chance ist, Neues kennen zu lernen und Erfahrungen zu sammeln! Weil man Menschen kennen lernt, die zusammenhalten. Stelle Dir die Frage – wie viele Menschen kennst Du, die Dir bereitwillig ihre EC-Karte samt Geheimzahl in die Hand drücken oder Dir in einer fremden Stadt die Tür öffnen, obwohl sie Dch vorher noch nie gesehen haben?

Im Corps sind wir sicher nicht alle einer Meinung, haben unterschiedlichste Lebensvorstellungen, und es gibt auch untereinander Konflikte, aber letztlich sind wir alle Corpsbrüder!

Das Fechten

Das Corps Austria ist eine schlagende Verbindung. Dies bedeutet, daß jedes Mitglied eine bestimmte Anzahl von „Mensuren“ fechten muß. In unserem Fall sind dies vier.

Als Corpsstudenten bilden wir uns nichts auf das Fechten ein. Es ist ein wichtiger Teil unserer Tradition – nicht mehr und nicht weniger.

Für Außenstehende erscheint das Fechten antiquiert und als ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit. Für uns aber ist es ein lebendiger Teil unserer Tradition. Es ist ein Bindeglied zwischen allen Generationen. Die Mensur ist für jeden eine Ausnahmesituation in der er sich – wie unter einer Taucherglocke – seinen Ängsten stellt. Bei einer Mensur gibt es keinen Sieger und keinen Besiegten.

Es geht dabei nicht um „Ehre“, "Genugtuung“ oder "Männlichkeit“, sondern durch diese Erfahrung, die allen Corpsbrüdern eigen ist, wird die Gemeinschaft der Corpsbrüder eng zusammengeschweißt. Denn mit dem Fechten einer Mensur zeigt derjenige, daß er bereit ist, einen persönlichen Einsatz für die Gemeinschaft zu geben und sich zu überwinden. Das unterscheidet uns von nichtschlagenden Verbindungen.

Eine ausführliche Darstellung der Mensur und des studentischen Fechtens findest Du hier